«Auf einen Blick» – Unsere Sicht auf die Märkte
Der Iran-Krieg dauert nun schon einen Monat. Die stark gestiegenen Energiepreise wirken stagflationär. Wir haben die Portfolios kurzfristig nochmals etwas defensiver aufgestellt.
27.03.2026
Iran-Krieg
Der Krieg im Nahen Osten dauert bereits einen Monat. Ein baldiges Ende ist – trotz der jüngsten Aussagen von US-Präsident Donald Trump – nicht in Sicht. Wie eine für beide Seiten akzeptable Verhandlungslösung konkret aussehen soll, steht in den Sternen. Gleichzeitig sind auch eine weitere Eskalation und der Einsatz von US-Bodentruppen im Iran nicht auszuschliessen. Entsprechend bleiben die Unsicherheiten und damit auch die Schwankungen an den Börsen vorerst hoch.
Angebotsschock
Ein länger andauernder Konflikt und hohe Energiepreise wirken stagflationär. Die Inflationserwartungen sowie die Kapitalmarktzinsen sind seit Anfang März bereits deutlich gestiegen. Die Kombination von hohen Energiepreisen und steigenden Zinsen belastet die Konjunktur und damit auch die Gewinne der Unternehmen. Wir haben einerseits unsere Inflationsprognosen für dieses Jahr angehoben und andererseits die BIP-Prognosen reduziert.
Zinssenkungen vom Tisch
Aufgrund des Inflationsdrucks sind weitere Zinssenkungen der Notenbanken (vorerst) vom Tisch. Sowohl die Schweizerische Nationalbank (SNB), die Europäische Zentralbank (EZB) als auch die US-Fed haben ihre Leitzinsen im März unverändert gelassen. Die Währungshüter in Europa haben mittlerweile sogar Zinserhöhungen im Verlaufe des Jahres nicht ausgeschlossen. Für die Finanzmärkte bedeutet dies, dass es vorerst keinen Rückenwind seitens der Geldpolitik geben wird.
Anlagetaktische Anpassungen
Wir haben bereits Mitte März auf die Entwicklungen im Nahen Osten reagiert und diverse anlagetaktische Adjustierungen vorgenommen. Konkret wurden Schwellenländeraktien sowie Hochzinsanleihen zugunsten von Schweizer Aktien, Gold und Liquidität reduziert. Damit haben wir die Portfolios nochmals etwas defensiver aufgestellt.
Publikation «Anlageguide»
Rechtliche Hinweise