«Auf einen Blick» – Unsere Sicht auf die Märkte
Das Zollchaos geht nach dem Entscheid des Obersten Gerichtshofs in den USA in die nächste Runde. Gleichzeitig belasten die Spannungen rund um den Iran die Finanzmärkte. Wir bleiben daher leicht defensiv positioniert.
27.02.2026
Zoll-Farce
Der Supreme Court hat die US-Zölle, die auf Grundlage des Notstandsgesetzes erhoben wurden, für ungültig erklärt. Für die US-Administration ist dies ein Rückschlag. Unmittelbar nach dem Gerichtsentscheid wurden jedoch bereits neue Zölle angekündigt. Das Thema wird uns daher weiterhin beschäftigen. Bei den Unternehmen sorgt das Hin und Her für zusätzliche Unsicherheiten. Offen bleibt zudem, ob, wann und an wen die bereits vereinnahmten Zolleinnahmen zurückerstattet werden müssen.
Brennpunkt Iran
Die USA haben in den vergangenen Wochen Flugzeugträger und Kriegsschiffe im Nahen Osten zusammengezogen und erhöhen den Druck auf das Mullah-Regime im Iran. Ein militärisch forcierter Regimewechsel ist nicht ausgeschlossen. Im Vorfeld sind sowohl die Ölpreise als auch der Goldpreis deutlich angestiegen. Aufgrund der geopolitischen Unsicherheiten rechnen wir in den kommenden Wochen mit erhöhter Volatilität.
Dividendensaison
Die meisten Unternehmen haben ihre Jahresabschlüsse veröffentlicht, wobei die Zahlen mehrheitlich im Rahmen der Erwartungen ausfielen. Nach der Gewinnsaison ist vor der Dividendensaison: Ab März beginnen die ersten Ausschüttungen. Die kotierten Schweizer Unternehmen dürften ihren Aktionärinnen und Aktionären dabei eine Rekordsumme von fast 64 Milliarden Schweizer Franken ausbezahlen. Mehr dazu lesen Sie im Fokustext dieser Ausgabe.
Leicht defensive Ausrichtung
Aufgrund der (geo)politischen Unsicherheiten und der stolzen Bewertungen bleiben wir anlagetaktisch leicht defensiv positioniert. Sowohl bei Obligationen als auch Aktien sind wir leicht untergewichtet. Übergewichtet bleiben wir bei Gold und Schweizer Immobilienfonds.
Publikation «Anlageguide»
Rechtliche Hinweise