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5 Vorsorgetipps für Frauen

Eine Sanierung sollten Sie ganzheitlich planen, um die Kosten zu minimieren und die Finanzierung optimal auf Ihre Möglichkeiten abzustimmen, damit Investitionen und Nutzen im Einklang stehen. So können Sie vorgehen, von der ersten Beurteilung bis hin zur Beauftragung der Handwerker und Umsetzung der Arbeiten.

1. Nehmen Sie Ihre Vorsorge selbst in die Hand

Das Vorsorgebarometer 2023 zeigt, dass sich Frauen weniger mit dem Thema Vorsorge beschäftigen als Männer. In vielen Partnerschaften ist das immer noch reine Männersache. Ein Mann ist aber keine Altersvorsorge. Bei einer Scheidung zum Beispiel ändert sich auch die Vorsorgesituation schlagartig. Verschaffen Sie sich also unbedingt selbst einen Überblick: Am besten setzen Sie sich in guten Zeiten mit Finanzthemen auseinander und spielen verschiedene Szenarien durch – und deren Folgen für die Vorsorge. So bauen Sie Ihr Wissen rund um Finanzthemen Schritt für Schritt auf, gewinnen Selbstvertrauen und treffen auch in Zukunft bessere Entscheidungen.

 

2. Sorgen Sie für eine hohe Lebenserwartung vor

Frauen werden im Schnitt älter als Männer. Dies unterstreicht die Bedeutung einer soliden Vorsorge für Frauen, da die Ersparnisse länger reichen müssen. Frauen müssen sich im Klaren sein, wie und wo sie im Alter leben wollen. Ziehen Sie verschiedene Varianten in Erwägung und stellen Sie sich auf Unvorhergesehenes ein, indem Sie – wo immer möglich – selbst entsprechende Reserven aufbauen. Daher ist es vor allem für Frauen empfehlenswert, Ersparnisse, die erst im Alter benötigt werden, gewinnbringend anzulegen – zum Beispiel mit der Säule 3a. Das heisst: Eine Anlagestrategie mit höherem Aktienanteil wählen und regelmässige Einzahlungen tätigen. Natürlich muss dabei das individuelle Risikoprofil berücksichtigt werden. So können Sie langfristig von den Renditechancen an den Finanzmärkten profitieren.

 

3. Mildern Sie die Folgen von Teilzeitarbeit ab

Etwa 60 Prozent der erwerbstätigen Frauen in der Schweiz arbeiten Teilzeit. Klar ist: Wenn Sie weniger arbeiten, erhalten Sie weniger Lohn. Nicht klar ist Ihnen vielleicht, dass weniger Lohn heute, zu überproportional weniger Pensionskassenrente später führen kann. Der Grund dafür liegt im fixen Koordinationsabzug von CHF 25’725.–, der bei Teilzeitarbeit überproportional zu Buche schlägt und so den für die Pensionskassenleistungen massgebenden versicherten Lohn schmälert. Eine weitere Hürde ist die Eintrittsschwelle: Beträgt der Jahreslohn weniger als CHF 22’050.– (Stand 2024), ist der Pensionskassenanschluss nicht mal obligatorisch. Gut zu wissen: Es gibt «teilzeitfreundliche» Pensionskassen, die im Rahmen von überobligatorischen Leistungen auch tiefere Löhne versichern und/oder den Koordinationsabzug reduzieren. So können Sie mehr fürs Alter ansparen. Berücksichtigen Sie daher bei der Wahl des Arbeitgebers auch die Pensionskassenleistungen für Teilzeitarbeitende.

 

4. Schliessen Sie Vorsorgelücken durch Babypause

Wenn Sie eine längere Babypause machen und keiner Erwerbsarbeit nachgehen, zahlen Sie auch keine AHV-Beiträge. Falls Sie verheiratet sind und Ihr Ehepartner arbeitet, sind Sie automatisch in der AHV versichert und müssen keine eigenen Beiträge leisten. Dies gilt nicht für Personen, die im Konkubinat leben. Unternehmen Sie als Konkubinatspartnerin nichts, bedeutet das: Sie erhalten im Alter weniger Rente. Werden Sie also selbst aktiv und melden Sie sich bei Ihrer Ausgleichskasse. Sie haben fünf Jahre Zeit, um fehlende Beiträge rückwirkend nachzuzahlen.

 

5. Sichern Sie sich zusätzlich ab

Denken Sie auch an Unvorhergesehenes: Was, wenn Ihrem Partner etwas zustösst? Was, wenn Sie plötzlich erwerbsunfähig werden? Die finanziellen Folgen solcher Schicksalsschläge lassen sich mit passenden Versicherungen eindämmen. Dazu gehören unter anderem die Erwerbsunfähigkeits-Rente, die Todesfall-Versicherung oder die Sparzielabsicherung.

 

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