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Anlageklasse des Monats: Alternative Anlagen

Von einem schwachen US-Dollar, fallenden Zinsen und geopolitischer Unsicherheit profitiert nicht nur der Goldpreis. Die gleichen Faktoren treiben derzeit auch eine andere «Alternativwährung» an: den Bitcoin.

Nächster Blasenzyklus in Sicht?

Totgesagte leben länger – das gilt auch für den Bitcoin. Nachdem der Preis der bekanntesten Kryptowährung zwischen Dezember 2017 und Dezember 2018 um mehr als 80 % gefallen war, hatten nicht mehr nur Pessimisten von einer «wie erwartet» geplatzten Blase gesprochen – vielmehr galt dies in weiten Kreisen als Tatsache.

Bitcoin-Kurs steigt (wieder einmal) exponentiell

Bitcoin-Kurs steigt (wieder einmal) exponentiell

Quellen: Bloomberg, Raiffeisen Schweiz CIO Office

Inzwischen muss man diese Feststellung bereits wieder überdenken. Denn der Bitcoin erlebte in den letzten Monaten eine wahre Renaissance. Seit Jahresbeginn hat sich der Preis der digitalen Münze in der Spitze in etwa vervierfacht. Ende Juni folgte dann ein Absturz um ein Viertel innerhalb von wenigen Stunden, so wie er für Bitcoin-Anhänger schon zur Gewohnheit geworden ist. Was erklärt den erneuten Aufwärtstrend? Als vermeintliche Ersatzwährung profitiert der Bitcoin und andere Kryptowährungen von den gleichen Treibern wie der Goldpreis: Dem schwachen US-Dollar, der erneuten Lockerung der globalen Geldpolitik und fallenden Zinsen sowie der erhöhten geopolitischen Unsicherheit. Ein weiterer Katalysator war in den vergangenen Wochen die Nachricht, dass der US-Tech-Gigant Facebook mit Libra eine eigene digitale «Weltwährung» auf Basis der Blockchain-Technologie einführen möchte. Inwieweit der Bitcoin davon langfristig profitieren kann, bleibt abzuwarten. Klar ist aber: es bleibt volatil!