Sicher und fair

Überschussbeteiligung

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Seit dem Entscheid zur stufenweisen Senkung des Umwandlungssatzes im Jahr 2012 haben sich die Geschäftsführung und der Verwaltungsrat Gedanken darüber gemacht, wie mit zukünftigen Überschüssen umgegangen werden soll. Die Mitglieder unserer Kasse (aktive Versicherte und Altersrentenbezüger) sollen in möglichst fairer Weise am Anlageerfolg partizipieren können, wenn die Kasse voll gedeckt ist, d.h. wenn der Zieldeckungsgrad von aktuell 115 % übertroffen wird.

Das Resultat der intensiven Diskussionen zwischen dem Verwaltungsrat, der Geschäftsführung und dem Pensionskassen-Experten ist die sogenannte «Überschussbeteiligung». Deren Grundsätze wurden bereits anlässlich der Delegiertenversammlung im Juni 2017 und detaillierter in insgesamt sieben Delegiertenschulungen im ersten Quartal 2018 vorgestellt.

Die Überschussbeteiligung ist anlässlich der Delegiertenversammlung vom 22. Juni 2018 den Delegierten zur Abstimmung vorgelegt und mit grosser Mehrheit angenommen worden. 

Grundsätze der Überschussbeteiligung
Grundsätze der Überschussbeteiligung, 2018

 

Grundsätze Überschussbeteiligung

Die «Grundsätze zur Verwendung von Freien Mitteln (Überschussbeteiligung)» sind

  • eine verbindliche, von der Delegiertenversammlung verabschiedete, schriftlich dokumentierte Vorgehensdefinition
  • und gleichzeitig ein Auftrag zuhanden des Verwaltungsrats
  • mit dem Zweck eines nachvollziehbaren, verlässlichen und fairen Umgangs mit künftigen Überschüssen bzw. Freien Mitteln.     

Grundsätze zur Verwendung von Freien Mitteln (Überschussbeteiligung) (PDF, 508.9KB) gültig ab 22. Juni 2018

 

 

Beteiligung der Aktiven und der Rentenbezüger…

Kern der Überschussbeteiligung ist die regelbasierte Weitergabe eines Teils der Freien Mittel der Pensionskasse an die aktiven Versicherten und an die Altersrentner und Alters-Witwenrentner. In aller Kürze heisst das auf die Anspruchsgruppen bezogen:

  • Sobald die Wertschwankungsreserve gefüllt ist, erhalten alle Aktiven in Abhängigkeit von Ihrem Altersguthaben zusätzliche Gutschriften in Form eines Zusatzzinses.
  • Mit einem gerechten Modell können die verschiedenen Rentnergenerationen berücksichtigt werden und die legitimierten Altersrentner vom Anlageerfolg profitieren. Die Legitimation der einzelnen Pensionierungsjahrgänge wird durch ein eigens entwickeltes Zinsbarometer festgestellt.

 

…ausgehend von zwei Fairnessüberlegungen

Die konkrete Umsetzung bei der Anspruchsgruppe der Altersrentner basiert im Wesentlichen auf folgenden zwei Fairnessüberlegungen:

Fairnessüberlegung 1: Tatsächliche im Umwandlungssatz enthaltene Zinsgarantien berücksichtigen

Die Altersrentner der Pensionskasse sind bezüglich Umwandlungssatz keine homogene Gruppe. Die verschiedenen Umandlungssatz-Generationen erhalten von der Pensionskasse unterschiedliche, lebenslängliche Zinsgarantien, die in der Überschussbeteiligung adäquat berücksichtigt werden müssen.

Den Zusammenhang zwischen Umwandlungssatz und Verzinsung finden Sie auf der Seite «Lebenserwartung, technischer Zinssatz und der Umwandlungssatz» erläutert.
 

Fairnessüberlegung 2: Zinsverzichte der Aktiven sollen zweckmässig berücksichtigt werden

Trotz tiefer Sollrendite können aufgrund von Börsenkorrekturen auch zukünftig von den aktiven Versicherten Zinsverzichte zur Erhöhung des Deckungsgrades verlangt werden (so geschehen aufgrund des Deckungsgraddefizits nach der Börsenkorrektur im Jahr 2008). Kurz vor der Pensionierung ist das persönliche Alterskapital in der Regel am grössten und damit auch der Zinseffekt. Die Höhe der Verzinsungen und damit auch eventuelle Zinsverzichte in der Aktivzeit aktueller und zukünftiger Rentnergenerationen sollen daher angemessen berücksichtigt werden.